Die Templer in Berlin – Tempelhof
Die Fakten
Am 28.12.1234 nehmen die Templer „Thegem und Hermanus" aus den Händen des Pommernherzogs Barnim die Schenkung des Landes Bahn (heute in Polen) entgegen.

In einer Urkunde vom 29.4.1247 ist von einem „Magister Hermanus de Templo" die Rede – das Templo ist nicht einfach der Ablativus des Wortes „Templum" – der neben dem Probst Simeon aus Coelln bei Berlin, den Äbten der Klöster Zinna und Lehnin und dem Bischof Rudger von Brandenburg eine Schenkung an das Zisterzienserkloster Walkenried im Harz bezeugt.

In einer weiteren Urkunde vom 21.11.1261, in der Ritter Rudolf von Stralau das Vorwerk Treptow der Stadt Coelln überlässt, werden die Templer als Vorbesitzer genannt.

Um 1288 überträgt dann Markgraf Otto V. den Templern das Patronat über die Kirche in Berlin (wahrscheinlich St. Nicolei), die Urkunde hat sich leider nicht erhalten.
 

Die Kirche
Das alte Gotteshaus stammt aus der zweiten Hälfte des 13 Jahrhundert (nach Zisterzienserart ohne Turm), es gab aber einen Vorgängerbau von gleicher Größe mit Westturm; ähnliche Kirchen aus der zweiten Hälfte des 12 Jahrhundert in Schönbeck und Petershagen im altmärkischen Kreis Osterburg.


Quelle :
Günter Wollschläger Chronik Tempelhof Teil II Die Ordensgeschichte
Wort & Bild – Specials Reihe Vorabdruck Nr. 3
Hans – Peter Heinicke 1000 Berlin 65


Örtliche Einordnung
Die Komturei Berlin ist zur Zeit die östlichste Niederlassung des Deutschen Großpriorats des Ritterordens Christi vom Tempel zu Jerusalem. Sie umfasst das Gebiet von Berlin und Brandenburg, auf welchem sich früher die Komtureien Berlin-Tempelhof und Lietzen befanden.

In Berlin existieren aus der Zeit des Templerordens vor der päpstlichen Aufhebung noch die Dorfkirchen von Tempelhof, Mariendorf und Marienfelde, die heute als evangelische Kirchen genutzt werden. Im Bezirk Neukölln (bis 1912 Rixdorf und vormals Richardsdorf) befand sich das kleine Vorwerk Richardsdorf, welches ursprünglich zur Pfarre Tempelhof gehörte. Im Bereich dieses ehemaligen Dorfes befindet sich die Evangelische Ananias-Kirchengemeinde, die unserer Komturei Räumlichkeiten für unsere Treffen zur Verfügung stellt, wofür wir sehr Dankbar sind.

Aufgaben
Die Komturei versteht sich als Repräsentanz des Ordens am Sitz von Parlament und Regierung, apostolischer Nuntiatur und von Institutionen, welche die Interessen des Heiligen Landes vertreten. Derzeit beschäftigen sich die Mitglieder der Komturei mit historischen Studien zur Geschichte des Templerordens und der Verbreitung der Idee, das Heilige Land zu unterstützen und nicht zu vergessen. Daneben dienen unsere Treffen der Heranbildung einer gediegenen Spiritualität, wie denn auch die Tätigkeit des historischen Templer-Ordens sich in Kampf und Gebet aufteilte. Langfristig plant die Komturei die Unterstützung eines lokalen, karitativen Projekts in materieller oder wenigstens ideeller Hinsicht.
 

St. Georg Veranstaltungen

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