18. März - Gedenktag der Märtyrer des Ordens

Zur Pflege der Riten und der Liturgie gemäß den Traditionen der christlichen Ritterschaft gehört auch das ehrenvolle Andenken und die würdige Begehung der Feiertage des Ordens, wie der 18. März – der Gedenktag der Märtyrer des Ordens.


Am Donnerstag dem 18. März begehen wir den Gedenktag der Märtyer des Templerordens.

Das ist ein Ordensgedenktag an die genannten und vielen ungenannten Ordensbrüder die durch "feindliche Einwirkungen" zu Tode gekommen sind und uns vorausgegangen.
Aus der Geschichte:
Obwohl der französische König Philipp der Schöne unter Papst Bonifaz VIII. wegen seiner Machenschaften, insbesondere gegen die Templer exkommuniziert wurde, widersetzte er sich erneut dem von ihm abhängigen Papst Clemens V. und arrestierte eigenmächtig am 13. Oktober 1307 alle in Frankreich lebenden Templer.

Falsche Anschuldigungen, vermeintliche Widersprüche und durch Folter erpreßte Geständnisse führen zu Schauprozessen gegen die Templer und zu deren Verurteilung zum Tod auf dem Scheiterhaufen. Philipp der Schöne nutzte die von ihm herbeigeführte Schwächung des Papstes und erreicht 1312 die Aufhebung des Ordens. Nach diesem Verlust der kirchlichen Protektion werden am 18. März 1314 der Großmeister Jacques de Molay sowie der Präzeptor der Normandie, Geoffroy de Charnay, auf der Seine-Insel in Paris durch Befehl des Königs verbrannt.

................."Noch lebten die beiden Würdenträger des Ordens, Molay und Pairaud, aber Philipp wollte sie als Zeichen seines Sieges vor aller Welt bloßstellen.
Durch eine öffentliche Gerichtssitzung am 18. März 1314 vor den Toren von Notre-Dame sollte allen Christen noch einmal vor Augen geführt werden,
dass der Orden schuldig und die Verbrechen der Großwürdenträger verabscheuungswürdig und verurteilenswert seien. Der Schauplatz für diese
letzte Stunde des einst so ruhmreichen Ordens war gut gewählt. Philipp selbst erklärte die Angeklagten für schuldig und am selben Abend
brannten der Großmeister Jacques de Molay sowie der Präzeptor der Normandie, Geoffroy de Charnay auf dem Scheiterhaufen.................

Wir gedenken ihrer und ihrem Werke, ihrem Sendungsbewußsein und  IhrerTreue nach Nr. I der Ordensregel:
"Ihr, die ihr euerem eigenen Willen entsagt, und die anderen, die mit euch für das Heil ihrer Seelen mit Pferden und Waffen dem höchsten König auf Zeit dienen, seid immer bestrebt, mit frommen und reinem Gemüt, die Matutin und den ganzen vollständigen Gottesdienst nach der kanonischen Vorschrift und der Gewohnheit der Stiftsherren der heiligen Stadt zuzuhören.
Deshalb, ehrwürdige Brüder, ist es eure größte Pflicht, weil ihr versprochen habt, das Licht des jetzigen Lebens und die Qualen eures Körpers gering zu schätzen und aus Liebe zu Gott die wilde Welt für immer zu verachten. Durch die göttliche Speise gestärkt und gesättigt und in den Geboten des Herrn unterwiesen und gefestigt, soll sich nach Vollzug der göttlichen Mysterien keiner fürchten, in die Schlacht zu ziehen, vielmehr bereit sein für die Krone".
Für unsere Zeit bedeutet dies:

"Der im Jahre 1118 in Jerusalem gegründete Orden hat im Laufe von   Jahrhunderten nicht nur enorme Leistungen für die gesamte Menschheit erbracht, sondern er hat auch für die religiöse und geistige Erneuerung gekämpft und gelitten.

Seine Ideen, Ideale und Ordensregeln sind auch heute noch aktuell:   Hilfe für die Christen und Pilger im Heiligen Land
 
Nächstenliebe und Toleranz
 
Verteidigung des christlichen Glaubens
 
Brüderlichkeit nach innen und außen
 
Disziplin und Gehorsam
 
Ritterschaft des Geistes und des Tuns
 
Förderung von Kunst und Wissenschaft
 
Auch heute noch ist die Existenz der Christen im Heiligen Land durch Diskriminierung und materielle Not erneut bedroht.

Auch heute, wo Egoismus, Unterdrückung, Verfolgung und Not herrschen, sind die Tugenden der Nächstenliebe und Toleranz für eine Welt der Liebe, des Friedens und der Gerechtigkeit unerläßlich.

Auch heute ist der christliche Glaube bedroht und muß verteidigt werden gegen Atheismus und Verhöhnung durch Systeme, Organisationen und Massenmedien. Nur der gläubige Templer kann wirksam kämpfen!

Auch heute, wo die Menschen in Hochhäusern und Millionenstädten isoliert und einsam sind, ist Brüderlichkeit ein kostbares Gut.

Auch heute, wo Anarchie, Zerstörung und Autoritätsverluste um sich greifen, ist Disziplin und Gehorsam für ein geordnetes Miteinander der Menschen notwendig.

Gerade heute, wo alle diese Tugenden in Gefahr, ja teilweise verpönt sind, ist Ritterlichkeit aktueller denn je.

Aber Ritter Christi zu sein heißt auch IHM nachzufolgen und mitzuhelfen, SEIN Königreich mit dem himmlischen JERUSALEM zu errichten.

RITTER zu sein, heißt auch Pflege der traditionellen und historischen Überlieferungen, Güter und Vermächtnisse.

Gerade heute, wo das Geschichtsbewußtsein und die Kenntnisse historischer Zusammenhänge und Entwicklungen, wie auch die Pflege von Traditionen verkümmern, hat der SOUVERÄNE UND MILITÄRISCHE RITTERORDEN DER TEMPLER VON JERUSALEM eine große Aufgabe:

Die TEMPLER haben sich in ihrer langen Geschichte immer wieder großen Herausforderungen gestellt: Nicht nur beeindruckende Burgen und Festungen, sondern auch unzählige Kathedralen und Kirchen von einmaliger Schönheit und Architektur wären ohne sie nie gebaut worden.

Sie haben nicht nur dem christlichen Glauben, sondern auch der Kunst, der Wissenschaft und dem Handel wertvolle Impulse gegeben.

Gegenwart und Zukunft kann nur bestehen, wer die Vergangenheit und ihre Zusammenhänge kennt.

Die Bewahrung und Fortentwicklung des Erbes der TEMPLER ist auch heute im 21. Jahrhundert ein Dienst an der Menschheit.

Ein Dienst, der von den TEMPLERN unter dem Wahlspruch geleistet wird:

 
NON NOBIS DOMINE, NON NOBIS, SED NOMINE TUO DA GLORIAM
(Nicht uns Herr, nicht uns, sondern Deinem Namen gilt die Ehre)




 

St. Bernhard Veranstaltungen

Pfingstkonvent Wettin
Am 05.06.2017 10:30
OMCTH Wettin
Pfingstgottesdienst in der Templerk...
Am 05.06.2017 15:00
OMCTH Templerkapelle Mücheln-Wettin
Mitgliederversammlung OSMTH/OMCTH e...
Am 01.07.2017 15:00
OMCTH Kinderheim St. Josef, Köln
Patronizium am st. Bernhard Festtag
Am 20.08.2017 10:00
St. Bernhard Speyer
Vesper und Weihnachtsfeier
Am 17.12.2017 14:00
OMCTH Kinderheim St. Josef, Köln