“Wachsam in Liebe“

“Wachsam in Liebe“

Dankesfeier mit unserem geistlichen Protector, Seiner Seligkeit Patriarch Gegorios III.


04. Juli 2009

Als Zeichen seines Dankes und seiner Verbundenheit hat Seine Seligkeit am 04. Juli 2009 zu einer Feier am bayerischen Wallfahrtsort Maria Eck in der Nähe von Traunstein eingeladen.

Unser “Freund aus dem Orient“ und Nachfolger des Apostels Paulus
Patriarch Gregorios III. in Maria Eck



Einen Dankgottesdienst anlässlich der 50-jährigen Freundschaft mit Deutschland feierte der Melkitisch-Griechisch-Katholische Patriarch von Antiochien und dem ganzen Orient, von Alexandrien und Jerusalem, Gregorios III., in der bayerische Wallfahrtskirche Maria Eck in der Nähe von Traunstein unweit von Salzburg. Am Beginn der rund zweistündigen Messfeier im byzantinischen Ritus des Hl. Johannes Chrysostomus in deutscher und arabischer Sprache konnte der Patriarch neben zahlreichen Gästen und Konzelebranten auch Weihbischof em. Helmut Bauer aus Würzburg begrüßen. In seiner deutschen Predigt hob Gregorios III. die zahlreichen Spenden und Zeichen des Wohlwollens seiner "Freundinnen und Freunde" in Deutschland hervor, die er in den vergangenen 50 Jahren seit seiner Priesterweihe erhalten und erfahren habe. Genau wie der Hl. Paulus, dessen Gedenkjahr grade zu Ende gegangen sei, habe auch er viele "Mitarbeiter, Freunde, Geliebte. Etwa 3000 Freunde sind in unserer Adressenkartei in Deutschland eingetragen", sagte er tief bewegt. Insgesamt seien zwischen 20 und 30 Millionen D-Mark für seine vielen Projekte eingegangen. In den letzten Jahren waren so beispielsweise u.a. der Bau eines Priesterseminars, eine Neuauflage der liturgischen Bücher und Zuwendungen für bedürftige Menschen möglich. "Wichtig ist dabei aber vor allem die Präsenz der Christen und des Christentums im Nahen Osten. Die Verkündigung des Evangeliums ist dort genauso bedeutend", resümierte Seine Seligkeit Gregorios.
Auch eine Delegation des Templerordens wurde unter Leitung des Großvisitator Jürgen Boulanger, in seiner Funktion als Bailli von Süddeutschland, vom Patriarchen empfangen.
In Begleitung der Ordensritter Obr. Stefan Andrzejewski und Obr. Johann Bauerfeind
besuchten wir um 11:00 Uhr die „Heilige Liturgie nach Johannes Chrysostomus“.



Zusammen mit den Angehörigen anderer Ritterorden, denen unser geistlicher Protector gleichfalls vorsteht, zogen wir gemeinsam in die Kirche ein. Die sich durch besondere Festlichkeit auszeichnende Liturgie wurde begleitet von einem Chor mit Gesängen im Klange der ostkirchlichen Musik. Während der Feier fanden mehrmals kleine Prozessionen innerhalb der Kirche statt, bei der z.B. das Evangeliar durch die Gemeinde getragen wurde, das Wort Gottes – zu den Menschen getragen.
Vor 50 Jahren, am 07, Juli 1959 besuchte unser geistlicher Protector, Seine Seligkeit Patriarch Gregorios III. zu ersten Male Deutschland. Auch in den folgenden Jahren entstanden durch zahlreiche seiner Besuche und Gottesdienste viele Freundschaften und Hilfsaktionen, die den Christen in seinem Patriarchat zugutekommen.

Auch unser Orden hat seit 19 Jahren Anteil an diesen Unterstützungen.

In seiner Predigt ging Seine Seligkeit auf die zahlreichen Begegnungen in Deutschland während der letzten Jahrzehnte ein. Dabei betonte er besonders die Verbundenheit der Christen in Deutschland und den Christen im Nahen Osten. Beide brauchen einander. Wir haben die Pflicht zur Hilfe und Unterstützung, denn unsere Mitbrüder und –schwestern im Herrn im Orient sind Teil unserer Identität als Christen im Abendland. Von Jerusalem trug Christi Botschaft in die Welt, von Damaskus begann die große Mission des Heiligen Paulus. Hier liegen unsere Wurzeln, die es zu schützen gilt!
Im Anschluß begann die Feier der Eucharistie, die alle Gläubigen in beiderlei Gestalten – Brot und Wein empfangen durften.

Nach dem Gottesdienst lud Seine Seligkeit seine Freunde zu einem feierlichen Essen ins benachbarte Wirtshaus. Vorher jedoch ermunterte er alle geladene Gäste zu einem Erinnerungsfoto auf den Stufen zur Kirche, nachdem die Besucher ihre Grüße entboten hatten. Hier wurde die große Verbundenheit der vielen Menschen und Gruppen zu Seiner Seligkeit und zum Heiligen Land deutlich, denn das Fotoschießen wollte gar nicht mehr aufhören.

Bei dieser Gelegenheit überbrachten auch wir Brüder den Gruß unseres Ordens im Auftrag unseres Generalgroßpriors Werner Rind. Seine Seligkeit dankte für diesen Gruß und bot auch uns Gelegenheit für ein Erinnerungsfoto.



Bei der anschließenden Feier wurden wir Zeugen der gerühmten orientalischen Gastfreundschaft: Neben dem ausgezeichneten Essen hatte Seine Seligkeit Geschenke für alle Anwesenden mitgebracht. So bekamen wir in seinem Namen ein Kreuz aus Olivenholz überreicht, das in vier Kapseln Erde, Samen und Weihrauch des Heiligen Landes enthält und auf der Rückseite die 12 Stationen des Kreuzweges symbolisiert. Weiter wurden uns typisches orientalisches Süßgebäck gereicht, sowie Karten und Bilder von Damaskus, der Stadt, in der der Heilige Paulus in der Begegnung mit Jesus Christus seine Bekehrung erlebte.

In einer Präsentation wurde den Gästen eine Dokumentation vom Bau eines Krankenhauses im Patriarchat Seiner Seligkeit gezeigt, das auch mit Spendengeldern der Gruppen aus Deutschland realisiert werden konnte.

Zum 75. Geburtstag Seiner Seligkeit wurde eine Festschrift mit dem Titel „Wachsam in Liebe“ gereicht, in welcher u.a. Bischof Genn, Bischof Karl Cardinal Lehmann, sowie die Erzbischöfe Joachim Cardinal Meisner und Reinhard Marx ihre Glückwünsche zum Ausdruck bringen. Seine Seligkeit signierte uns einzelnen Brüdern diese Schrift persönlich „mit Liebe und Segen“.
Für uns drei Brüder war es ein sehr bewegender Tag gewesen. Die Eindrücke der „Hohen Messe“ und der so überzeugenden Persönlichkeit Seiner Seligkeit werden noch lange in uns nachklingen. Bewegt, freudig und ermutigt, den Dienst der Freundschaft, den Dienst im Glauben weiter zu tun traten wir die Heimreise an.

 

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Vesper und Weihnachtsfeier
Am 17.12.2017 14:00
OMCTH Kinderheim St. Josef, Köln