Geistliches Protektorat

Gregor IIIAm 29. November 2000 wählte die Bischofssynode der Griechisch-Katholisch-Melkitischen Kirche in Raboueh / Libanon den Patriarchalvikar von Jerusalem, Dr Lutfi Laham, zum Patriarchen von Antiochien, dem ganzen Orient, von Alexandrien und Jerusalem. Er gab sich den Namen Gregor III. Mit dem Dekret vom 5. Dezember 2000 hat Papst Johannes Paul II. die Kirchengemeinschaft bestätigt.

Der neue Patriarch wurde am 15. Dezember 1933 in Daraya / Syrien geboren. Zunächst Mönch, dann Priester und Pfarrer, wurde er im Jahre 1974 zum Administrator und Patriarchalvikar von Jerusalem bestellt. Am 27. November 1981 wurde er von dem damaligen Patriarchen Maximos V. Hakim in Damaskus zum Bischof geweiht. In Israel und Palästina genießt der neue Patriarch wegen seines sozialen Engagements bei allen Bevölkerungsschichten hohes Ansehen. Er errichtete Schulen, initiierte ein Wohnungsbauprogramm für christliche Familien und baute mit Unterstützung des Templer-Ordens neue Kliniken.

PapstDer Papst bei seinem Besuch in Jerusalem 2000 mit dem Patriarchalvikar von Jerusalem, Dr Lutfi Laham Die Vollversammlung des 2. Vatikanischen Konzils hatte, auf Wunsch von Papst Paul VI., die Patriarchen, der in Gemeinschaft mit Rom befindlichen Ostkirchen, wieder in ihre alten Rechte (Status eines Oberhauptes mit dem Recht der Ernennung von Bischöfen für ihre Kirche und Anerkennung ihres eigenen byzantinischen Ritus) eingesetzt und die lateinischen Patriarchate von Alexandrien und Antiochien aufgehoben.

Wie die Kardinäle hat auch der neue Patriarch Gregor III. in Rom seine eigene Titularkirche: Santa Maria in Cosmedin in der Nähe des Colosseums.

Die Griechisch-Katholisch-Melkitische Kirche hat ca. 3 Millionen Gläubige im gesamten Orient. Durch die Auswanderung bedingt finden sich Mitglieder auch in Europa, Amerika und Australien. Die Bischofssynode der Griechisch-Katholisch-Melkitischen Kirche zählt zur Zeit 36 Bischöfe.
Die Melkiten (d.h. die Königstreuen der Herrscher von Byzanz) sehen sich als die Urkirche des Heiligen Landes und als die direkten spirituellen Nachkommen und Erben der ersten Christengemeinden von Jerusalem und Galiläa. Sie ist die größte christliche Kirche im Heiligen Land.

GeneralgroßpriorDer Generalgroßprior des Templer-Ordens mit dem Patriarchalvikar von Jerusalem, Dr Lutfi Laham Patriarch Gregor III. ist Großmeister des patriarchalischen Ordens vom Heiligen Kreuz zu Jerusalem, Protektor des Lazarus-Ordens und geistlicher Ordensprotektor des Templer-Ordens von Jerusalem (OSMTH/OMCTH) Deutsches Groß-Priorat mit Sitz in Köln.

 

Glückwunsch des Geistlichen Protektors Seine Seligkeit Patriarch Gregorius III.

 


Königliches Protektorat
The Royal Protector
Royal Protector
Seine Kaiserliche Hoheit Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate, Foto: H. P. Brodüffel ©
 

Seine Kaiserliche Hoheit Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate wurde am 31. Oktober 1948 in Addis Abeba (Äthiopien) geboren. Er ist der erstgeborene Sohn des Vizekönigs und Gouverneurs von Eritrea, Leul Ras Asserate und der Prinzessin Zuriash-Work. Prinz Asfa-Wossen Asserate aus dem Hause David und Salomon ist der Großneffe des letzten äthiopischen Kaisers Haile Selassi und der Urenkel der Kaiserin Menen II. und damit Angehöriger der 3.000 Jahre alten „Salomonischen Dynastie“ (Haus Shoa).

Vierzig Tage nach seiner Geburt wurde Prinz Asserate vom äthiopisch-orthodoxen Erzbischof Basileos auf den kirchlichen Namen „Sarsa Dengel“ (Schützling der Heiligen Gottesmutter) getauft, denn er wurde an einem Marienfesttag geboren und die Gottesmutter ist seine Patronin.

Ritterschlag

S.E. General-Großprior Werner Rind schlägt S.K.H. Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate am 14. September 2008 in Wettin zum Ordensritter des OMCTH


Der Prinz ging in Addis Abeba auf die deutsche Schule, die er mit dem Abitur abschloss. Danach studierte er ab 1968 in Tübingen und Cambridge Jura, Volkswirtschaft und Geschichte. In Tübingen trat er der Studentenverbindung „Corps Suevia Tübingen“ bei. Da er als Angehöriger eines sog. „Herrschenden Hauses“ nicht fechten durfte, erhielt er die Schleife des „Corps Suevia Tübingen“. Im Jahre 1978 promovierte Prinz Asfa-Wossen Asserate bei Prof. Eike Haberland in Frankfurt am Main mit einer historischen Arbeit zu einem Aspekt der äthiopischen Geschichte.

Noch während seines Studiums in Deutschland kam es 1974 in Äthiopien zu einer kommunistischen Revolution unter dem abtrünnigen General Mengistu.

Negusa Negust (König der Könige), Kaiser Haile Selassi, der 225. Monarch aus dem Hause David, wurde verhaftet und 1975 ermordet. Auch der Vater von Prinz Asfa-Wossen Asserate, Vizekönig Ras Asserate wurde im November 1974 vom kommunistischen Mengistu-Regime ermordet. Seine Mutter und seine Schwestern wurden inhaftiert. Prinz Asserate konnte bis zum Sturz des Mengistu-Regimes im Jahre 1991 nicht in sein Heimatland zurückkehren. Er bemühte sich mit allen Mitteln, seiner inhaftierten Familie zu helfen. Nach 14 Jahren Haft gelang es im Mai 1988, die Mutter und Schwestern des Prinzen frei zu bekommen. Sie leben seither im Exil in London. S.K.H. Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate besitzt seit 1981 die deutsche Staatsbürgerschaft. Von 1980 bis 1983 arbeitete er als Pressechef der Frankfurter Messegesellschaft. Seitdem ist er als Unternehmensberater tätig. Er engagierte sich im Kampf gegen die kommunistische Diktatur in Äthiopien. Seit deren Ende im Jahre 1991 bemüht er sich auch um die Verbesserung der außenwirtschaftlichen Kontakte seines Heimatlandes. Er setzt sich besonders für die Achtung der Menschenrechte ein. 1994 gründete er die Gesellschaft „Orbis Aethiopicus“, die u.a. wissenschaftliche Tagungen zur Äthiopistik durchführt. Daneben hat sich der Prinz auch einen Namen als erfolgreicher Buchautor gemacht: 2005 erschien sein Bestseller „Manieren“ und 2007 sein autobiographisches Buch „Ein Prinz aus dem Hause David“. Bei seinen vielen Lesereisen quer durch ganz Deutschland begeisterte er die Menschen.

signieren
S.K.H. Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate signiert sein Buch "Ein Prinz aus dem Hause David", Foto: Uwe Velensek © 
 

Am 14. September 2008 wurde Prinz Asserate in der Templerkirche der Wettiner Fürstenstadt zum Ritter und Großoffizier (Magnus Officialis) des „Souveränen Ritterordens Christi vom Tempel zu Jerusalem“ (OMCTH) geschlagen. Einen Monat später, am 13. Oktober 2008, wurde er im Beisein des päpstlichen Generalprälaten Msgr. Joan Evangeliste Jarque i Jutglar vom Legaten des geistlichen Protektors, Seiner Seligkeit Patriarch Gregorius III., in der Basilika „Santa Maria in Cosmedin“ in Rom zum kaiserlich-königlichen Ordensprotektor gesalbt.

Salbung

Archimandrit Mtanios Haddad salbt als Legat von Patriarch Gregorius III. S.K.H. den Prinzen Dr. Asfa-Wossen Asserate am 13. Oktober 2008 mit heiligem Öl aus Jerusalem zum Kaiserlich-Königlichen Protektor des OMCTH

Schwertübergabe

S.E. Seneschall Wolfgang Hänisch überreicht das Schwert an den neuen "Royal Protector" des OMCTH, S.K.H. Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate bei der Inthronisationsfeier in Rom